Der Schatten in der Tiefgarage: Wenn der Wocheneinkauf zum Unfallschaden wird
Es ist Freitagabend um 18:30 Uhr. Die Arbeitswoche in Hamburg war lang und der Kopf befindet sich bereits im Wochenende. Doch beim Manövrieren durch die enge sowie schlecht beleuchtete Tiefgarage des Supermarkts passiert es plötzlich. Ein kurzes und mahlendes Geräusch von Metall auf Beton ertönt. Wer zu eng um die massive Betonsäule biegt, wird abrupt aus der Wochenendvorfreude gerissen.
Beim Aussteigen wird das Ausmaß sichtbar. Es handelt sich nicht nur um eine kleine Schramme oder einen Kratzer, denn die Säule hat sich tief in beide Türen gedrückt. In diesem Moment beschäftigen den Fahrer meist drei zentrale Fragen: Ist das Fahrzeug jetzt ein offizieller „Unfallwagen“? Kann man diese Auto Karosserie reparieren oder müssen Teile getauscht werden? Und wer übernimmt am Ende die Reparaturkosten?
1. Der Mythos Unfallwagen: Ab wann ist es juristisch ernst?
Die größte Sorge vieler Autofahrer nach einem solchen Missgeschick ist der massive Wertverlust. In der Praxis herrscht hier oft Unklarheit, da nicht jede Beschädigung ein Fahrzeug sofort zum offiziellen Unfallwagen macht.
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Der Bagatellschaden Handelt es sich lediglich um oberflächliche Lackschäden oder kleine Dellen, die ohne großen Aufwand (zum Beispiel durch Smart Repair) behoben werden können, spricht man rechtlich meist noch nicht von einem Unfallfahrzeug.
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Der echte Unfallschaden Sobald die Substanz des Fahrzeugs betroffen ist, also bei Verformungen am Blech, welche über die bloße Oberfläche hinausgehen, ändert sich die Lage. Wenn Bauteile gerichtet oder großflächig instand gesetzt werden müssen, ist der Tatbestand eines Unfallschadens erfüllt.
In unserer Tiefgaragen-Story sind zwei Türen deformiert. Da hier die Struktur des Außenblechs beeinträchtigt wurde, handelt es sich technisch gesehen um einen Karosserieschaden. Dieser muss beim späteren Verkauf des Wagens angegeben werden, selbst wenn die Instandsetzung fachgerecht ausgeführt wurde.
2. Stahl vs Aluminium: Die Kunst im Karosseriebau
An dieser Stelle entscheidet sich, wie komplex die Arbeit in einer Karosseriewerkstatt wird. Das Material der beschädigten Bauteile bestimmt maßgeblich den Weg der Reparatur.
Unterschiede der Werkstoffe im Überblick:
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Stahl-Karosserie: Dieses Material ist elastisch und lässt sich mit dem richtigen handwerklichen Geschick oft wieder in seine ursprüngliche Form bringen. Eine klassische Instandsetzung ist hier häufig der wirtschaftlichste Weg.
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Aluminium-Karosserie: Aluminium ist spröder und reißt schneller bei einer Verformung. Die Reparatur erfordert spezielle thermische Verfahren sowie besonderes Werkzeug, um die Gefahr von Kontaktkorrosion zu vermeiden.
Aluminium ausbeulen: Handwerk auf höchstem Niveau Das Aluminium ausbeulen gilt im Karosseriebau als Königsdisziplin. Da das Material bei Verformung extrem verhärtet, muss es mit kontrollierter Hitze behandelt werden, um es wieder formbar zu machen. Hier zeigt sich die fachliche Tiefe von einem spezialisierten Karosseriefachbetrieb in Hamburg oder Kiel. Wer hier Fehler macht, riskiert Risse im Material, welche die Sicherheit der Tür bei einem erneuten Aufprall gefährden würden.
Wann ist ein Austausch sinnvoller als eine Reparatur?
Ein Austausch der Bauteile ist immer dann ratsam, wenn sicherheitsrelevante Verstrebungen oder die Aufprallträger innerhalb der Tür verformt sind. Zudem spielt die Wirtschaftlichkeit eine Rolle. Wenn der Zeitaufwand für das händische Ausbeulen die Kosten eines neuen Originalteils übersteigt, ist ein Austausch die vernünftigere Wahl.
3. Finanzen und Optik: Der Weg zurück zum Originalzustand
Nachdem die technische Entscheidung gefallen ist, folgt die Frage nach der finanziellen Abwicklung. Ein Schaden an zwei Türen übersteigt in der Regel schnell die Grenze von mehreren tausend Euro.
Die Kfz-Reparatur-Versicherung nutzen Bei einem selbstverschuldeten Schaden in der Tiefgarage greift die Vollkasko-Versicherung. Hier gilt es abzuwägen, ob die Selbstbeteiligung sowie die zukünftige Hochstufung der Versicherungsbeiträge niedriger ausfallen als die tatsächlichen Reparaturkosten. Ein seriöser Fachbetrieb gibt hier eine transparente Einschätzung ab, damit der Fahrzeughalter eine fundierte Entscheidung treffen kann.
Die Autolackierung als krönender Abschluss Nachdem die Arbeiten an der Karosserie abgeschlossen sind, folgt die optische Wiederherstellung. Eine professionelle Autolackierung ist bei modernen Mehrschicht-Lacken eine handwerkliche Herausforderung. Damit man später im Tageslicht keinen Unterschied zum Rest des Fahrzeugs sieht, muss der Lackton exakt an den Alterungszustand des restlichen Wagens angepasst werden. Dies geschieht durch präzise Farbmessung und das Beilackieren angrenzender Bauteile für einen weichen Übergang.
Fazit für den Fahrzeughalter
Unser Pendler aus der Tiefgarage weiß nun, dass sein Wagen zwar rechtlich ein Unfallfahrzeug ist, aber durch die fachgerechte Instandsetzung der Karosserie in Hamburg oder Kiel die Sicherheit sowie die Optik vollständig wiederhergestellt sind. Wer vor einem solchen Schaden steht, sollte zuerst das Ausmaß durch eine Demontage prüfen lassen und danach die Wirtschaftlichkeit der Reparatur bewerten. Wer die technischen Abläufe versteht, verliert schnell den Schrecken vor einem großen Unfallschaden.
Sie haben einen Unfallschaden an Ihrem Fahrzeug?
Wir unterstützen Sie gerne bei der fachgerechten Instandsetzung und der gesamten Abwicklung. Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Begutachtung Ihres Fahrzeugs.
Keles Gruppe: Ihr Partner für Karosserie und Lack in Hamburg, Norderstedt und Kiel.